Hörspiele

Samstag 00:05 Uhr Deutschlandfunk

Mitternachtskrimi

Der Horla Von Guy de Maupassant Aus dem Französischen von Christel Gersch Bearbeitung und Regie: Gerda Zschiedrich Mit Horst Hiemer Produktion: Unterlauf/Zschiedrich 2001 Länge: 39"38 Seit Tagen schon wird ein Dichter von Fieber und Unwohlsein geplagt, was ihn ängstigt und schwächt und dessen Ursache er nicht kennt. Dem Dichter geht es immer schlechter, seine Angstzustände treiben ihn zu fast lächerlichen Sicherheitsvorkehrungen. Er spürt es genau: Er ist nicht allein in seiner Wohnung. Ein unsichtbares Wesen hat sich bei ihm eingenistet. Alle Bemühungen, den ungebetenen Gast als Sinnestäuschung, hervorgerufen durch Einsamkeit, abzutun, scheitern. Im Gegenteil, die Beweise für die Existenz des Quälgeistes mehren sich: Die Wasserkaraffe ist über Nacht leergetrunken, die Seiten eines Buches blättern sich wie von selbst um, der Dichter sieht sein Abbild im Spiegel nicht mehr, weil ,er" sich dazwischengedrängt hat. Der Mitbewohner scheint dem Dichter durch hypnotische Kräfte seinen Willen aufzuzwingen und ihm jegliche Lebenskraft auszusaugen. In seiner Not legt der Gequälte Feuer an sein Haus und glaubt, sich dadurch von seinem Peiniger befreit zu haben. Der Horla

Samstag 14:00 Uhr Ö1

Ö1 Hörspiel

Das Hörspiel des Jahres Bei der Ö1 Hörspiel-Gala wurden die Macher/innen geehrt, heute ist es hier nachzuhören: jenes Hörspiel, das von Ö1 Hörer/innen zum "Hörspiel des Jahres" gekürt wurde. Präsentiert von Kurt Reissnegger.

Samstag 15:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Judas Von Marcel Pagnol Aus dem Französischen von Walter Haug Mit Thomas Holtzmann, Markus Boysen, Michael Harles, Stefan Born, Tobias Lelle, Doris Schade, Joachim Höppner, Gundula Rapsch, Wolfgang Büttner, Reinhard Glemnitz, Michael Mendel, Jochen Striebeck und anderen Regie: Michael Peter BR 1988 Zum 125. Geburtstag von Marcel Pagnol. Fast zweitausend Jahre galt der Verräter Judas als ein Verbrecher ohne Gleichen, bis man, aus neuerem Geschichts- und Religionsverständnis heraus, begann in ihm eine tragische Figur zu sehen, einen gläubigen Juden, der sich als Werkzeug seines grausamen Gottes sah. So zeichnet ihn auch Marcel Pagnol in seinem Theaterstück: als Judas am Vorabend des Passahfestes zu den Seinen, armen Weinbauern, heimgekehrt, muss er sich verstecken. Römische Soldaten fahnden auf Befehl des Pontius Pilatus nach Jesus und seinen Anhängern, die der Hohe Rat als Rebellen und Gotteslästerer denunziert hat. Judas Vater rät ihm, das Versteck des Jesus preiszugeben, da Centurio ihm anschließend Straffreiheit zusprechen werde. Doch Judas will davon nichts wissen und macht sich auf den Weg nach Jerusalem, um mit Jesus gemeinsam das Osterfest zu feiern. Jesus prophezeit dort vor allen anderen, dass Judas es sein wird, der ihn verrät, damit sich das Los des Messias, wie es in der Schrift geschrieben steht, erfüllen kann. Judas flieht voller Verzweiflung in sein Dorf zurück und bittet dort einen Alten um Rat. Dieser zitiert den Propheten Jesaia, der verkündete "Wenn er der Messias ist, was hat er dann zu fürchten? Wenn Du für ihn fürchtest, beweist das, dass du nicht an ihn glaubst". Es ist nur Judas starker Glaube an Jesus allein, der ihn die schwere Schuld des Verrats auf sich nehmen lässt. Marcel Pagnol, geb. 1895 in Aubagne bei Marseille, gest. 1974 in Paris, Schriftsteller und Regisseur. Theaterstücke und Musicals ab 1928, mit 60 Jahren weltweite Popularität mit autobiographischer Romantrilogie Eine Kindheit in der Provence (1957-1959)

Samstag 17:04 Uhr WDR5

Krimi am Samstag

Die Ohrenzeugin Von Anja Herrenbrück One-Night-Stand wird zum Albtraum Komposition: Jean-Boris Szymczak Larissa: Katharina Leonore Goebel Weibliche Stimme: Heike Warmuth Männliche Stimme: Florian Lukas Tom: Ole Lagerpusch Leo: Leonard Scheicher Max: David Wittmann Staatsminister: Steffen Groth Jens: Robert Frank Ute Lessing: Ursula Werner Michaela: Susanne Wolff Regie: die Autorin Aufnahme des BR

Samstag 19:04 Uhr WDR5

WDR 5 KiRaKa. Radio für Kinder

Aus der Reihe "Nie wieder!" - Briefe an Barbara Von Georg Wieghaus Ein Vater schreibt Briefe an seine Tochter. Er ist Soldat im Zweiten Weltkrieg, weit weg. Er dient an der Ostfront, in der Ukraine. Barbara, an die sich die Briefe richten, lebt mit ihrer Mutter in Amsterdam. Sie ist noch klein, erst vier Jahre alt. Deshalb malt der Vater viele bunte Bilder zwischen die Briefzeilen. Es sind wunderschöne Briefe, traurig und fröhlich zugleich. "Oft bin ich bang, dass du mich beinahe vergessen hast oder nicht mehr kennst, wenn ich im Sommer für ein paar Tage nach Amsterdam komme", schreibt der Soldat und malt von sich ein kleines Portrait: mit einem Hut aus Eisen und den großen schwarzen Schuhen. "Damit du nicht bang bist vor mir, wenn ich komme." Leo Meter, so heißt Barbaras Vater, wird im Juli 1944 erschossen. Barbara und ihre Mutter überleben den Krieg. Und die wunderbaren Briefe bleiben erhalten, die von einem ungewöhnlichen Menschen erzählen. Einem, der die Nazis bekämpfte, die Kunst liebte und vom Krieg nichts wissen wollte. Regie: Claudia Johanna Leist Wiederholung: So 14.04 Uhr

Samstag 20:00 Uhr Alex Berlin

Tinnitus

Magazin rund um Hörspiele und artverwandte Themen. Mit Hörspielen, Interviews, Infos zu Festivals und spezieller Musik. Von und mit Hörspielexpertin Natalie Gorris.

Samstag 20:00 Uhr SRF 2 Kultur

Hörspiel

Äthersachen. Das Hörspielmagazin: Best of PiNball 2019 Das Magazin mit Kurzhörspielen. Kohlenhandel, Wölfe, feministische Rapperinnen, Entspannung via YouTube und weltweite Wasserknappheit! Auch dieses Jahr hat die freie Hörspielszene wieder gezeigt, dass ihr kein Thema entgeht und dass es unzählige kreative Möglichkeiten des Audio Storytelling gibt.

Samstag 21:05 Uhr NDR Info

Das Kriminalhörspiel

Der Monolog der Terry Jo Von Max Bense und Ludwig Harig Regie: Klaus Schöning Mit Giselheid Hönsch, Alois Garg, Rudolf Kleinfeld-Keller, Heinz Schacht, Alf Marholm, Gerhard Becker, Magda Hennings, Peter Lieck, Michael Thomas, Marius Müller-Westernhagen, Helmut Peine, Herbert Fleischmann, Annemarie Schlaebitz, Louise Martini, Siegfried Wischnewski SR/RB 1968 In der Karibischen See wurden im Jahr 1961 die Gäste einer Yacht ermordet. Nur das Mädchen Terry Jo entkam diesem Schicksal. Sie trieb mehrere Stunden im Wasser, ehe sie von einem Frachtschiff aufgenommen wurde. Noch auf der Schwelle der Bewusstlosigkeit erzählte sie den Hergang des Verbrechens. Dieser Fall der Terry Jo dient einem Hörspieltext zur Vorlage, der mithilfe eines Computers zustande gekommen ist. Aus dem authentischen Wortmaterial, den Sprachfetzen der Bewusstlosen, ergibt sich in Anwendung der Kombinatorik allmählich der Ablauf des Verbrechens. Weitere Informationen unter ndr.de/radiokunst. Das Kriminalhörspiel

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